LVZ Ordnungscoach Markkleeberg - Ordnung ist mehr als Aufräumen

LVZ „Ordnung ist viel mehr als Aufräumen“

Ordnung ist kein Luxus – sie ist eine echte Erleichterung im Alltag. In der LVZ durfte ich, als Ordnungscoach aus Markkleeberg, darüber sprechen, warum Chaos nichts mit Faulheit zu tun hat und weshalb fast jede Wohnung ihre ganz eigene „Hempel-Ecke“ hat. In dem Artikel zeige ich, wie Ordnung entsteht, die bleibt. Ohne Perfektion. Ohne Druck. Dafür mit Struktur, Klarheit und Lösungen, die wirklich zum Leben passen.


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Die 3 wichtigsten Ordnungstipps aus dem Artikel

  • Fang einfach an – egal wo.
    Ein klarer Startpunkt (z. B. links im Raum) ist wichtiger als der perfekte Plan.

  • Groß vor klein.
    Erst die großen Dinge angehen. Das bringt schnelle Erfolge und Motivation.

  • Entscheidungen parken erlaubt.
    Mit einer „Überlegen-Kiste“ sparst du Zeit, Nerven und Trennungsschmerz.

Michaela Löser ist Ordnungscoach mit TÜV-Zertifikat. Die Markkleebergerin weiß, wie es in vielen Häusern „bei Hempels unterm Sofa“ aussieht. Und sie verrät Tricks, wie man am besten Klar Schiff macht.

Markkleeberg.

Wenn davon die Rede ist, wie es „bei Hempels unterm Sofa“ aussieht, weiß wohl jeder, was gemeint ist. Eine Familie mit diesem Namen zählt Michaela Löser zwar nicht zu ihrem Kundenkreis, aber als ausgewiesene Expertin weiß sie, dass es in fast jeder Wohnung mindestens eine „Hempel-Ecke“ gibt. Allerdings befinden sich diese meist nicht unter Sofas, sondern in Korridoren oder Küchen, in Schubladen, auf Schreibtischen oder in Schränken.

 

Michaela Löser ist vom TÜV zertifizierter Ordnungscoach. Eine ungewöhnliche Berufsbezeichnung, hinter der man im Zeitalter als Facility-Manager geadelter Hausmeister zunächst Dienstleistungen wie entrümpeln, putzen und aufräumen vermuten könnte. „Aber Ordnung bedeutet sehr viel mehr als nur aufgeräumte Räume“, betont die Markkleebergerin.

Die Regisseurin mit dem Plan

„Im Grunde genommen ist es mein Job, Menschen individuell und aktiv dabei zu begleiten, Ballast loszulassen und ein Leben zu führen, das wirklich zu ihnen passt.“ Natürlich helfe sie ihren Kunden beim Aufräumen und scheue sich auch nicht, Umzugskisten zu tragen, aber das sei nur der kleinere Teil ihrer Aufgabe.

Die 53-Jährige agiert als eine Art Regisseurin beim Schaffen von Ordnung. „Es ist wichtig, dass dieser Prozess einem System folgt und anschließend eine Struktur bleibt, die es meinen Kunden ermöglicht, die Ordnung mit möglichst wenig Aufwand dauerhaft zu halten und so an Lebensqualität zu gewinnen.“

Sortieren, optimieren, routinieren

Drei wichtige Phasen seien dabei zu beachten, die man beim Aufräumen immer vor Augen haben sollte. „Zunächst muss man die Grundsortierung vornehmen, danach erfolgt die Optimierung und anschließend ist es wichtig, Routinen zum Erhalt der Ordnung zu entwickeln“, erläutert sie.

Oft stehen Menschen ratlos vor dem Chaos und wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Hier hat die Trainerin einen Tipp: „Links anfangen und sich im Uhrzeigersinn nach rechts vorarbeiten“, rät sie. Entgegengesetzt funktioniere es allerdings genauso gut. Allein schnell einen Anfangspunkt zu finden, sei wichtig.

Weil auch die Motivation eine große Rolle spielt, sollte man sich zunächst auf größere Gegenstände fokussieren. „In der Küche wären das beispielsweise die Töpfe“, empfiehlt Löser. „Da sieht man den Fortschritt deutlicher und hat schneller ein motivierendes Erfolgserlebnis, als wenn man mit dem Besteck anfangen würde.“

„Überlegen-Kiste“ gegen Trennungsschmerz

Bei größeren Aktionen, wie beispielsweise dem Frühjahrsputz in der gesamten Wohnung, rät sie außerdem, Raum für Raum vorzugehen und das aktuelle Zimmer dabei möglichst nicht zu verlassen. „Bringt man beispielsweise den im Arbeitszimmer gefundenen Föhn ins Bad, besteht die Gefahr, dass man dort auch gleich mit dem Aufräumen beginnt und sich so verzettelt.“

Am schwersten falle es vielen Menschen, sich beim Prozess des Aussortierens von Gegenständen zu trennen. „Oft wird lange gewichtelt, ob das weg kann oder noch aufgehoben werden sollte. Das kostet Zeit und emotionale Kraft.“ Deshalb sollten auch zwei Kisten im Raum stehen.

Eine für Dinge, von denen man sich trennen will, und eine, die Michaela Löser die „Überlegen-Kiste“ nennt. „Da kommt alles rein, bei dem man sich nicht gleich sicher ist. Darüber kann man später entscheiden.“ Wenn die Grundordnung erst einmal hergestellt ist, würde sich so mancher Entschluss zur Trennung von einem Gegenstand wie von allein ergeben.

Socken im Wohnzimmer: Eine Frage der Routine

Doch was nützt ein am Vormittag aufgeräumtes Wohnzimmer, wenn abends schon wieder die Socken des Ehemannes unter Hempels Sofa liegen, die Fernbedienung der Musikanlage verschwunden ist und eine leere Chips-Tüte vom Tisch grüßt? „Auch das ist Teil meines Coachings“, sagt die Expertin. „Ich zeige den Menschen Wege, wie sie Routinen entwickeln können, um die einmal hergestellte Ordnung dauerhaft zu halten.“

Diese Gewohnheiten ließen sich umso schneller umsetzen, je besser das Ordnungssystem optimiert ist. Ein gutes Beispiel dafür sei der Standort des Abfalleimers. „Wenn der an einer ungünstigen Stelle steht, wird der sofortige Entsorgungsakt unbequem. Man verschiebt ihn dann auf später und so sammelt sich an anderen Stellen gern eine Art Zwischenlager an.“

Für Michaela Löser folgt die Ordnung einem „roten Faden“. Sie macht sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut, entwickelt passende Strukturen, hilft beim Aufräumen und beim Ordnunghalten. Rund 20 Kunden begleite sie pro Monat, sagt die 53-Jährige. Glück, Erleichterung und Freude gebe es danach auf beiden Seiten.

Schatzsuche mit kuriosen Funden

„Man findet auch schon mal einen seit Jahren vermissten Autoschlüssel oder einst zu gut versteckte Geldscheine“, berichtet sie von kuriosen Fundstücken, die wohl in jedem Haushalt lauern. Für seit Jahren abgelaufene Schokolade aus Bettritzen gibt es zwar keine Verwendung mehr, aber Rollschuhe aus den 1970er-Jahren oder das Original einer „Durchsichtskarte“ für den Trabant, eine Art TÜV aus DDR-Zeiten, kann sie immer an Interessenten vermitteln.

Auch das kann man als Motivation nutzen, um sich auf das große Aufräumen zu freuen: Ordnung schaffen ist meist auch eine Art Schatzsuche. Selbst wenn man nichts dabei findet, hat man hinterher irgendwie das Gefühl, reich zu sein.

Quellenangabe: LVZ Markkleeberg-Markranstädt vom 17.01.2026, Seite 24, Foto: Kempner

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herzliche Grüße

Michaela
Ordnungscoaching und Feng Shui Beratung

 

 

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